Waldseite (Strausberg)
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![[Doku] Straßenbahn Strausberg (2020)](/foto/l/doku-strassenbahn-strausberg-2020.webp)
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[Doku] Straßenbahn Strausberg (2020)Die 26.000 Einwohner Stadt Strausberg besitzt eine eigene Straßenbahnstrecke auf 6,1 km länge. Die Strausberger Eisenbahn betreibt dabei die sogenannte Linie 89 welche den S-Bahnhof Strausberg mit dem Lustgarten verbindet. Dabei geht es auf Strausberger Stadtgebiet auch durch einige idyllische Waldabschnitte. In Rangfolge von der Woltersdorfer Linie 87 und die Schöneicher Straßenbahn mit der Linie 88 soll die Linie 89 die letzte der drei Linien im Stadtrandgebiet von Berlin.
Die Kleinstadt Strausberg vor den Toren Berlins verfügt über ein 6,1 Kilometer langes Straßenbahnnetz. Die Strecke ist besser bekannt als Strausberger Eisenbahn und wird vom Betreiber STE auch heute noch so genannt. Der Name rührt aus der Geschichte der Strecke, denn lange Zeit wurde Güterverkehr über sie abgewickelt. Seit 2006 wird die Strecke jedoch nur noch bis Bosch Trappen befahren. Sie ist, bis auf ein Ausweichgleis an der Haltestelle „Gewer Mühle“, komplett eingleisig. Bis auf ein 100 Meter langes Stück vor der Endstation Lustgarten verläuft sie komplett auf ihren Gleisen. Die Straßenbahnlinie 89 verbindet den S-Bahnhof bzw. Bahnhof Strausberg mit dem stadtnahen Lustgarten. Inklusive der beiden Endhaltestellen gibt es neun Stationen entlang der Strecke. Von Montag bis Freitag verkehrt die Linie alle 20 Minuten. Dafür sind zwei Züge für die gesamte Strecke nötig. An Wochenenden, Samstagen und Sonntagen verkehrt nur ein Halbstundentakt mit einem Fahrzeug. Die Fahrzeit von einem Ende zum anderen beträgt in jede Richtung etwa 30 Minuten. Um den historischen Bahnhof Strausberg an der Ostbahn, der 1867 eröffnet wurde, besser zu nutzen, gab es lange Diskussionen über verschiedene Optionen. Am 28. Oktober 1919 wurde entschieden, dass eine Stichwahl auch unter dem neuen Schmalspurbahngesetz die vernünftigste Lösung sei. Daher wurde die heutige Strecke am 17. August 1893 eröffnet. Die damals gebaute Strecke reichte jedoch nur bis zum Bahnhof Reger Mühle; der Abschnitt hinter der Pflege Mühle in Richtung Lustgarten kam im Zuge der Elektrifizierung hinzu. Die Strecke von der Pflege Mühle nach Lustgarten wurde am 16. März 1921 eröffnet, der elektrische Betrieb begann am 1. April 1921. Später wurde die Strecke bis in die Strausberger Innenstadt verlängert. Das Jugendzentrum wurde geplant, aber 1970 wieder geschlossen. Die Schmalspurbahn zwischen der Häger Mühle und Strausberg wurde 2006 stillgelegt und abgebaut. Seitdem hat sich, abgesehen von den eingesetzten Fahrzeugen, kaum etwas geändert. Seit 2013 verkehren in Strausberg moderne Niederflurstraßenbahnen wie die Nummern 0041 und 0042. Diese Einheiten wurden 2013 von Bombardier Lerner in einem Gemeinschaftsauftrag mit der BVG gebaut und sind Teil der Baureihe Flexity Berlin. Sie haben sechs Achsen, fünf Wagenabschnitte und sind 30,8 Meter lang. Sie sind 2,4 Meter breit und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h. Der Innenraum besticht durch seine sehr niedrige Höhe mit 52 Sitz- und 132 Stehplätzen. Das Innendesign ist dem Äußeren angepasst und ähnelt stark den Straßenbahnen der Berliner Fleckstädte. Zwei weitere Fahrzeuge, beide von CAD Tatra, sind noch im Einsatz. Der KT 85, Baujahr 1985 und 1990 von Strausberg übernommen, wurde modernisiert. Seit 2014 verfügt er über einen Niederflur-Mittelteil und trägt die Bezeichnung KT 85 mit 2 S-Weichen. Sein Erscheinungsbild wurde nahezu komplett überarbeitet und verleiht ihm ein sehr modernes Aussehen. Das dreiteilige Fahrzeug hat acht Achsen, ist 30 Meter lang und erreicht eine Geschwindigkeit von 65 km/h. Im Innenraum bietet er rund 50 Sitzplätze und bis zu 280 Stehplätze. Außerdem ist ein Mehrzweckbereich mit Stellplätzen für Kinderwagen und Rollstühle vorhanden. Im Bergbau wird er nur selten eingesetzt. Es gibt auch einen einzelnen Solotriebwagen T 6 C 5, der 2003 in Strausberg eintraf. Lassen Sie uns nun die Strecke und einige Sehenswürdigkeiten entlang der Linie 89 erkunden. Vom Bahnhof Strausberg aus gibt es zwei indirekte Strecken mit drei Gleisen. Dazu gehören die S-Bahn-Linie 5, die Strausberg Nord mit dem Westkreuz verbindet, und die R-B 26, die vom Ostkreuz nach Küstrin fährt. Vor dem Bahnhof befinden sich ein großer Busbahnhof mit Wendeschleife und mehreren Haltestellen sowie das Empfangsgebäude. Das Gebäude ist für die meisten Fahrgäste nicht mehr zugänglich, mit Ausnahme eines kleinen Mädchens, das zur Gestaltung des Bahnhofs beiträgt. Gegenüber dem Bahnhof befindet sich ein kleiner Pavillon, in dem sich eine Bäckerei und ein Fahrkartenschalter der Strausberger Bahn befinden. Die Straßenbahnhaltestelle liegt direkt daneben, an einer stumpfen Spitze mit Außenbahnsteig.
Auch das Bahnhofsgebäude der Schmalspurbahn, der Strausberger Bahn, wird heute nicht mehr genutzt und ist zu einem Restaurant umgebaut worden. Zug Nummer 89 fährt gerade in den S-Bahnhof Strom ein. Dieser Zug hat eine Wendezeit von knapp sieben Minuten, bevor er die Richtung ändert. Direkt am Ende der Strecke befindet sich außerdem ein großer Parkplatz. Wir sind unser Pate, und er wird uns begleiten. Auch im Fahrzeug ist Platz, sodass wir die Strecke aus der Perspektive des Lokführers verfolgen können. Die Strecke biegt nun über die Rudolf-Alcon-Hofer-Straße in die Lindenpromenade ein und führt weiter Richtung Norden. Der Weg verläuft mittig auf der Lindenpromenade, wo rechts und links viele Einfamilienhäuser stehen. Die erste Haltestelle, die wir erreichen, heißt Landhausstraße. An dieser Haltestelle befindet sich ein interessanter und historisch anmutender Unterstand. Das Holzwarth Hölzchen steht hier seit 1894, als die Strecke eröffnet wurde. Es wurde 1913 durch diesen Neubau ersetzt und ist seitdem erhalten geblieben. Besonders auffällig sind die grünen Fachwerkelemente.
Ähnliche Gebäude finden sich an zwei weiteren Haltestellen – Schlag Mühle und Heringer Mühle. Im folgenden Streckenabschnitt erreichen Sie das längste Unterwerk der gesamten Strausberger Bahn. Die Strecke zwischen Landhausstraße und Schlag Mühle beträgt etwa 1,3 Kilometer und führt durch dichtes Waldgebiet. Dadurch bietet die Strausberger Bahn mehrere ruhige, landschaftlich reizvolle Abschnitte. Die Haltestelle Schlag Mühle liegt mitten in einem Wohngebiet, direkt neben einem Gewerbegebiet. Nach Verlassen dieser Haltestelle überqueren Sie die Grazer Straße und durchqueren den dichten Wald. Rechts sehen Sie das Gewerbegebiet. Nach etwa 800 Metern erreichen Sie die Haltestelle Stadtwald. Wie der Name schon sagt, ist der Bahnhof selbst von Wald umgeben. Verlässt man dieses Gebiet und geht durch einen Wohnkomplex in Polen, gelangt man zur Ernst-Thälmann-Straße. Hier befindet sich der Großteil des Wohngebiets, der Plattenbausiedlung Leger Mühle. Verschiedene Wohnblöcke säumen die Ernst-Thälmann-Straße.
In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem ein großes Einkaufsviertel. Dahinter liegt der S-Bahnhof Heger Mühle. Die Haltestelle EK Müller der Straßenbahnlinie ist nur über den 60 Meter langen Weg zur Mühle selbst zu erreichen. Nach dem eingleisigen Abschnitt gibt es hier an der Mühle die einzige und erste Weiche. Beide Linien treffen alle 20 Minuten aufeinander. Unsere Linie, die vom S-Bahnhof Strausberg kommt, kommt meist etwas früher an und wartet auf den Zug aus Lustgarten, um weiterfahren zu können. An dieser Haltestelle befinden sich der Rand der Plattenbausiedlung Jäger Mühle und ein großes Einkaufsviertel. Unmittelbar nach der Ausfahrt wird die Linie wieder eingleisig. Wir überqueren die Berliner Straße und fahren auf der rechten Straßenseite weiter. Wir verlassen vorerst die eigenständige Linie und folgen parallel zur Straße in mehreren sanften Kurven. Anschließend geht es leicht bergab und nach 400 Metern erreichen wir die Haltestelle Heinrich-Heine-Straße. Diese Haltestelle liegt am südlichen Ende des Strausberger Sees und ist etwa 300 Meter vom Wasser entfernt. Der Strausberger See, der größte See der Stadt, erstreckt sich über 1.364 Quadratkilometer. Seine längste Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 3,8 Kilometer, während er in Ost-West-Richtung nur 340 Meter breit ist. Der See verfügt über mehrere Badestellen und Wanderwege und ist daher ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Straßenbahn fährt parallel zum See in Richtung Endhaltestelle. Wir fahren jedoch weiter die Berliner Straße entlang und lassen die Rheine Straße hinter uns. Nach 60 Metern halten wir an der Käthe-Kollwitz-Straße. Die letzte Haltestelle vor unserem Ziel ist die Elisabethstraße. In der Nähe befindet sich der Strausberger St. Marienfriedhof, der größte der Stadt. Sein Eingang befindet sich direkt neben der Haltestelle. Ebenfalls in der Nähe befindet sich das Strausberger Stadtmuseum, das die frühe Stadtgeschichte beleuchtet und verschiedene literarische Auszüge zeigt.Von Bahnwelten - .