Fotos von Bahnwelten aus Schöneiche bei Berlin
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![[Doku] Straßenbahn Schöneiche-Rüdersdorf (2020)](/foto/l/doku-strassenbahn-schoeneiche-rudersdorf-2020.webp)
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[Doku] Straßenbahn Schöneiche-Rüdersdorf (2020)Die Straßenbahn welche von Berlin Friedrichshagen über Schöneiche bis nach Rüdersdorf führt zeichnet sich durch Dörfliche Idylle und viele Überlandabschnitte.
Die am Stadtrand Berlins verlaufende Straßenbahnlinie wird von der Linie 88 bedient und verbindet den noch innerhalb Berlins gelegenen S-Bahnhof Friedrichshafen mit der Endstation Altlüdersdorf. Zwischen Friedrichshagen und Schöneiche sowie zwischen Schöneiche und Rüdersdorf gibt es zudem längere unbebaute Streckenabschnitte. Seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2018 wird die Straßenbahn Schöneiche-Rüdersdorf regelmäßig modernisiert und verbessert. Ihre Niederflurfahrzeuge, beispielsweise vom Typ Arctic von Skoda, werden nun auf der gesamten Strecke barrierefrei ausgerüstet. Schöneiche feiert in diesem Jahr sein 19-jähriges Jubiläum seit seiner Eröffnung am 28. August 1910.
Der im August 1910 eröffnete Streckenabschnitt erstreckte sich von Friedrichshagen über 9 km bis Schöneiche und endete an der heutigen Haltestelle Dorfaue. Zwei Jahre später, am 5. November 1912, wurde er um weitere 12,4 km bis zu den Kalkwerken verlängert. Teile dieser Verlängerung existieren heute nicht mehr. Dieser zweite Abschnitt zweigte am Rüdersdorfer Marktplatz von der heutigen Strecke ab und führte dann zu den Kalkwerken. Die ursprüngliche Streckenführung ist noch an Gleisresten in der Straße der Jugend in Rüdersdorf erkennbar. Die gesamte Strecke wurde 1914, zwei Jahre nach ihrer Inbetriebnahme mit Benzollokomotiven, elektrifiziert. Zwischen 1926 und 1928 erfolgten mehrere Modernisierungsmaßnahmen, darunter der Ausbau um zweigleisige Abschnitte und zusätzliche Ausweichstellen.
Der Zweite Weltkrieg hatte keine nennenswerten Auswirkungen auf den Betrieb. Die Zerstörung von Fahrzeugen und der Brand von Anlagen waren bedauerlich. Ab August 1945 wurde der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen. Als sich ab Ende der 1970er Jahre abzeichnete, dass der Kalktagebau in Rüdersdorf erweitert werden würde, erfolgte die bereits erwähnte Stilllegung des Streckenabschnitts Richtung Kalkberge. Stattdessen wurde der heutige Abschnitt nach Alt Rüdersdorf gebaut und am 5. November 1977 eröffnet. Nach dem Fall der Berliner Mauer und der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurden die Gleisanlagen und Betriebsanlagen in Schöneiche Rüdersdorf umfassend erneuert. Zudem wurden 14 Straßenbahnen der Baureihe 36 AXA aus Heidelberg angeschafft.
Wie bereits erwähnt, ist die Strecke zwischen den beiden Endpunkten 14 Kilometer lang. Einschließlich der beiden Endhaltestellen gibt es von Montag bis Samstag 20 Stationen auf der Strecke. Der Betrieb verkehrt alle 20 Minuten. Samstags ist der Betrieb kürzer und reicht bis in die frühen Morgenstunden, sonntags verkehrt die Strecke halbstündlich. Bevor wir die faszinierende und landschaftlich reizvolle Strecke erkunden, werfen wir einen Blick auf den aktuellen Fuhrpark. Die bereits erwähnten Busse aus Heidelberg waren bis Ende 2018 noch im regulären Einsatz. Seitdem werden sie als Reservefahrzeuge für den Fall eines Fahrzeugausfalls vorgehalten. Der regelmäßig genutzte Fuhrpark umfasst daher derzeit genau zwei Fahrzeugtypen. Seit der Stilllegung des KT 4D in Schöneiche sind überwiegend KTM F6 im Einsatz. Diese wurden zwischen 2009 und 2011 produziert. Ein Niederflur-Mittelteil prägt die Stückkosten. Diese Fahrzeuge entstanden im Zuge des Umbaus bzw. der Verlängerung von regulären KT 4D-Zügen. Die Verlängerung bietet den Vorteil eines barrierefreien Betriebs und führt so zu einer Kapazitätssteigerung für die gesamte Flotte in Cottbus und nun auch in Schöneiche.
Der Innenraum bietet 47 bis 50 Sitzplätze und weit über 100 Stehplätze. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Jüngste Errungenschaft sind die bereits erwähnten zehn A-TEC-Fahrzeuge aus Helsinki, die seit 2008 im regulären Betrieb sind. Diese beiden Fahrzeuge, gebaut von Transtec, einem Unternehmen von Skoda, sind Prototypen der aktuellen Serie. Sie wurden in Helsinki als Prototypen der laufenden Serie gefertigt. Da die Prototypen mit der Auslieferung weiterer Serienfahrzeuge in Helsinki nicht mehr benötigt wurden, wurde ihr Verkauf angefragt. Auch ISS nahm Kontakt auf. Man wollte die Fahrzeuge zunächst testen. Seit Anfang 2008 wurden die Fahrzeuge nach Schöneiche überführt, wo Testfahrten durchgeführt wurden. Mit zunächst nur einem Testfahrzeug stellte man fest, dass die Fahrzeuge für das Schöneicher Netz gut geeignet waren. Daher wurde der Kaufvertrag nicht weiter verfolgt. Seit Ende 2018 sind diese Fahrzeuge im regulären Einsatz, wobei bereits einige optische Veränderungen im Innenraum vorgenommen wurden.Von Bahnwelten - .